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50 Jahre am Heumarkt4711-Leuchtreklame hängt jetzt gegenüber der Kölner Oper

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Gegenüber des Opernhauses hängt die Leuchtreklame mittlerweile.

Gegenüber des Opernhauses hängt die Leuchtreklame mittlerweile.

Zwar gilt am neuen Standort keine Werbesatzung, trotzdem brauchte es Genehmigungen durch die Stadtverwaltung. 

Die große 4711-Leuchtreklame, die 50 Jahre an einer Fassade am Heumarkt hing, hat nach knapp zweieinhalb Jahren einen neuen Standort. Seit Mitte Juni ist sie gegenüber der Kölner Oper an der Glockengasse 1 zu sehen. Die Reklame zeigt ein Fläschchen 4711 und den Schriftzug „Immer dabei“. 4711 steht für ein traditionsreiches kölnisches Duftwasser.

Baugenehmigung ist ein Muss

Der neue Standort an der viel befahrenen Nord-Süd-Fahrt ist erlaubt, weil es an dieser Stelle keine gültige Werbesatzung mit Vorschriften für Außenwerbung gibt. Trotzdem brauchte es laut einer Stadtsprecherin eine Baugenehmigung für die Installation. Die Stadt hat sie erteilt.

Der frühere Standort der 4711-Leuchtreklame am Heumarkt.

Der frühere Standort der 4711-Leuchtreklame am Heumarkt.

Ebenfalls hat der für Denkmalschutz zuständige Stadtkonservator sein Okay gegeben. Seine Zustimmung war nötig, weil das Glockengasse-Gebäude von 1961 unter Denkmalschutz steht. Der bekannte Kölner Architekt Wilhelm Riphahn hat es entworfen, er hat auch Oper (1957) und Schauspielhaus (1962) geplant.

Leuchtreklame wurde eingelagert

Wie berichtet, musste die 1974 angebrachte Reklame im Februar 2024 demontiert werden, weil das leer stehende Gebäude an der Ecke Heumarkt/Gürzenichstraße abgebrochen wird. Die Leuchtreklame wurde eingelagert. Bis 2028 soll am Heumarkt ein Neubau entstehen, in dem vor allem Büros untergebracht sein werden, auch ein Reissdorf-Brauhaus ist eingeplant (wir berichteten).

Die 4711-Reklame gehört dem Duftkonzern Mäurer und Wirtz, er hat die traditionsreiche Marke 2006 übernommen. Laut einer Sprecherin von Mäurer und Wirtz haben sich zehn bis zwölf Interessenten gefunden, die die Reklame an anderer Stelle in Köln anbringen wollen. Am Ende wurde es die Glockengasse 1. (mhe)