In Köln-Sülz stand am Dienstag eine Photovoltaik-Anlage auf einem Dach in Flammen. Die Feuerwehr war bis zum nächsten Tag im Einsatz.
Langer Einsatz in SülzPhotovoltaik-Anlage brannte auf Haus – Nachbarschaft lag unter Rauchschwaden
Ein Brand auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses beschäftigt seit Dienstagnachmittag (21. Juli) die Kölner Feuerwehr. In der Simmerer Straße in Sülz war nach Angaben der Leitstelle gegen 16.30 Uhr ein Dach in Brand geraten. In Flammen stand auch eine Photovoltaik-Anlage – ob sie allerdings Brandursache war, ist unklar.
Wegen der Rauchentwicklung gab die Feuerwehr eine Bevölkerungswarnung heraus. Betroffen waren die Simmerer Straße und angrenzende Bereiche in Sülz. Anwohnende wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Auch die Warnapp Nina löste aus. Über der gesamten Nachbarschaft breitete sich dichter und stinkender Rauch aus.
Feuerwehreinsatz: Sehr schlechte Luftqualität in Köln-Sülz
Auch Sensoren, die an Privathäusern in dem Gebiet die Luftqualität messen, schlugen nach Angaben der Initiative „Luft Köln“ extrem aus. Es wurden beim Feinstaub von einer Größe von bis zu 10 Mikrometern (PM10) zeitweise Werte von über 1000 µg/m³ gemessen. Der EU-Grenzwert liegt bei 50 µg/m³ im Tagesdurchschnitt.
Noch gravierender ist der Feinstaub von der Größe PM2,5, da er sehr schädlich für die Lungen ist. Hier maßen Sensoren Maximalwerte von über 900 µg/m³. Bei PM2,5 liegt der Grenzwert bei 25 µg/m³.

Die Belastung mit Feinstaub-Partikeln der Größe 2,5 lag am 21.07.2026 während des Brandes in der Simmerer Straße in Köln-Sülz bei über 900 µg/m³.
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Erst gegen 20 Uhr wurde es besser und es gab die offizielle Entwarnung. Anwohnerinnen und Anwohner konnten wieder Fenster und Türen öffnen.
Feuerwehr Köln veröffentlichte Warnung an die Bevölkerung
Drei Löschzüge und freiwillige Gruppen waren im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen. Es befanden sich mehrere Glutnester unter dem Dach. Der Einsatz gestaltete sich daher schwierig. Zunächst war die Feuerwehr von mehreren Personen auf dem Dach ausgegangen und rückte daher mit einem Großaufgebot an. Verletzt wurde aber niemand.
Im Bereich des Einsatzortes kam es zu blockierten Straßen. Die Simmerer Straße liegt in einer Siedlung mit mehreren Einbahnstraßen in der Nähe der Wohnanlage am Beethovenpark.

Die Feuerwehr Köln war mit mehreren Löschzügen in Sülz im Einsatz, weil dort ein Hausdach brannte.
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Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich laut eines Feuerwehrsprechers Dachdecker auf dem Dach. Sie konnten sich jedoch selbst rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ob sie gerade dabei waren, die Photovoltaik-Anlage zu montieren, ist noch unklar. Es ist auch am Folgetag noch nicht bekannt, wie genau es zum Brand kam. Möglich ist, dass die Flammen bei anderen Arbeiten entstanden und auf die Solaranlage übergriffen.
Feuer in Sülz: „Sehr hartnäckiger Brand“
Der Einsatz der Feuerwehr zog sich bis zum Mittwochmittag hin, wie eine Sprecherin erklärte. Bis dahin war auch die Simmerer Straße noch gesperrt. Immer wieder kamen Menschen vorbei, um den Unglücksort aus der Entfernung zu sehen. Erst gegen 12.15 Uhr zogen die letzten Fahrzeuge der Feuerwehr ab. Es wird aber weiter in regelmäßigen Abständen überprüft, ob sich keine neuen Glutnester bilden.
Insgesamt waren rund 180 Kräfte mit mehr als 50 Fahrzeugen im Einsatz. Verletzt wurde niemand.

21. Juli: Der Dachstuhl in der Simmerer Straße fing am Dienstagnachmittag sehr schnell Feuer. Kurze Zeit später war schon die Feuerwehr vor Ort.
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Es habe sich um einen „sehr hartnäckigen Brand“ gehandelt, so die Sprecherin. Bis 4.30 Uhr habe es Glutnester gegeben, dann habe es gegen 7 Uhr erneut gequalmt. Bereits in der Nacht kamen laute Sägen im Dachstuhl zum Einsatz, um an die Glutnester zu kommen. Die Holzwolle, die zur Dämmung verwendet wurde, sei sehr schwer zu löschen gewesen, es kamen zwei Drehleitern und sehr viel Schaum zum Einsatz. Zusätzlich wurde mit einer Drohne das Dach abgesucht.
Für die Doppelhaushälfte, auf deren Dach das Feuer entstand, besteht derzeit ein Betretungsverbot. Ein Statiker muss das Gebäude, das nicht bewohnt wurde, überprüfen. Ob der angrenzende Gebäudeteil stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist noch unklar. In der Nacht drohte das Feuer über den Firstbalken auf die andere Doppelhaushälfte überzugreifen. Die über den First laufende Abschlusswand wurde daher auf beiden Seiten geöffnet und der Zwischenraum seitlich ausgeräumt, ein Glutnest lokalisiert und gelöscht.