Abo

Update

Viele Ampeln außer Betrieb
28.000 Menschen von längerem Stromausfall bei Mechernich betroffen

2 min
Das Bild zeigt das Umspannwerk bei Glehn.

28.000 Menschen waren nach Angaben der Westnetz vom Stromausfall in weiten Gebieten Mechernichs und Zülpichs betroffen.

Ein großflächiger Stromausfall hat den Raum Mechernich getroffen. Es hatte in einem Umspannwerk gebrannt.

Ein technischer Defekt in der Umspannanlage Gehn hat am Montagabend zu einem großflächigen Stromausfall im Raum Mechernich geführt. Rund 28.000 Einwohnerinnen und Einwohner waren nach Angaben von Henning Drees, zuständig für die regionale Öffentlichkeitsarbeit bei der Westnetz, zeitweise ohne Strom. Die Feuerwehr aus Mechernich rückte zu einem Schwelbrand in der Anlage aus und konnte das Feuer schnell unter Kontrolle bringen.

Gegen 17.41 Uhr war es nach Angaben des Netzbetreibers Westnetz zu einer Störung im Mittelspannungsnetz gekommen. Ausgelöst wurde diese durch einen technischen Defekt in der Umspannanlage Gehn. Die Schutztechnik reagierte unmittelbar und schaltete die Anlage automatisch ab. Infolge des Defekts entwickelte sich laut Drees ein Schwelbrand, der den Einsatz der Feuerwehr erforderlich machte.

Erhebliche Störungen nach dem Brand in Umspannanlage

Während die Löscharbeiten rasch abgeschlossen werden konnten, hatte die Störung erhebliche Auswirkungen auf die Stromversorgung in der Region. Betroffen waren unter anderem die Ortschaften Kommern, Kommern-Süd, Satzvey, Schaven, Gehn, Firmenich-Obergartzem, Katzvey, Lessenich, Antweiler, Wachendorf, Rißdorf und Weiler am Berge. In mehreren Bereichen fielen zudem Ampelanlagen aus.

Aufgrund der Lage berief die Stadt Mechernich noch am Abend den Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) ein. Ziel war es, die Entwicklungen fortlaufend zu bewerten und notwendige Maßnahmen zu koordinieren. Um auch bei möglichen Ausfällen der Telekommunikation erreichbar zu bleiben, richtete die Feuerwehr in den betroffenen Ortschaften Meldestellen ein, an die sich Bürgerinnen und Bürger im Notfall wenden konnten.

Zahlreiche Feuerwehrleute an Löscharbeiten beteiligt

An dem Einsatz beteiligt waren der Löschzug 5 Kommern sowie die Löschgruppen Floisdorf, Firmenich-Obergartzem, Strempt, Mechernich und Bleibuir. Unterstützt wurden sie durch die Koordinierungsstelle der Feuerwehr Mechernich und die Führungsgruppe. Die Einsatzleitung lag bei Jens Schreiber und Sebastian Graf.

Nach Abschluss der Löscharbeiten begannen die Mitarbeiter von Westnetz mit der schrittweisen Wiederversorgung der betroffenen Gebiete. Gegen 20.43 Uhr waren nach Angaben des Unternehmens sämtliche Kundinnen und Kunden wieder ans Stromnetz angeschlossen. Kurz darauf teilte auch die Stadt Mechernich mit, dass alle betroffenen Ortslagen wieder mit Elektrizität versorgt würden.

Die genaue Ursache des technischen Defekts ist derzeit noch Gegenstand weiterer Untersuchungen. Die Stadt Mechernich dankte der Feuerwehr, den beteiligten Hilfsorganisationen, dem Netzbetreiber Westnetz sowie allen weiteren Einsatzkräften für ihr schnelles und koordiniertes Handeln.